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»Nach dem Gesetz gibt es kein Gesetz mehr für den Gesetzlosen.“«

Kohlhaas

Stück von Michael Miensopust, nach Heinrich von Kleist
für Menschen ab 14 Jahren

Premiere: 11. Oktober 2017

Als der Pferdehändler Michael Kohlhaas Pferde von Brandenburg nach Sachsen führen will, wird er vom Junker Wenzel von Tronka genötigt, zwei Pferde auf der Tronkenburg zurückzulassen: Neuerdings sei ein Passschein zum Überqueren der Grenze erforderlich, den er sich erst besorgen müsse. Doch am Ende ist Kohlhaas um seine Pferde geprellt. Er schlägt den Rechtsweg ein, doch obwohl er sich klar im Recht befindet, wimmeln ihn die Behörden als Querulanten ab. Von Vetternwirtschaft und der Willkür der Obrigkeit erbost, setzt Kohlhaas alles auf eine Karte: Er gibt Familie, gesellschaftliche Position und all sein Hab und Gut auf, allein um in seinem Streitfall moralisch und juristisch Gerechtigkeit zu erlangen, bis ihn sein übermäßiges Rechtsempfinden zum Räuber und Mörder werden lässt.

Kleist veröffentlichte die Erzählung, die auf einem historischen Fall aus dem 16. Jahrhundert basiert, erstmals 1810. Die Themen, die er darin problematisiert, sind heute so aktuell wie damals: Rechtlichkeit und Machtmissbrauch, Rechtsstaat und Korruption, Idealwelt und Wirklichkeit.

Spieltermine

ab dem 11. Oktober